Die
Postmusik Salzburg machte sich als musikalischer Botschafter auf in Richtung 5.
Kontinent.
Es
sollte etwas Einmaliges werden, eine Konzertreise der besonderen Art.
Dies nahm sich die Postmusik Salzburg bei der Planung einer
Konzerttournee nach Australien zu Herzen und so wurde in monatelanger
Vorbereitung ein Programm zusammengestellt, dass sowohl in musikalischer als
auch touristischer Sicht so manchen Leckerbissen zu bieten hatte.
Schon
nach dem ersten Konzert in Darling Harbour, der Flaniermeile des Hafens mit der imposanten Skyline als
Kulisse in
der brodelnden 4 Millionen-Metropole Sydney war klar, dass die musikalischen Grüße
mit Freuden angenommen wurden und auch die Musiker selbst wurden herzlich
willkommen geheißen.
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Tags darauf flog die Gruppe nach Tasmanien. Die Insel südlich des fünften Kontinents ist der kleinste der sechs Staaten des Commonwealth of Australia (nicht ganz ein Prozent der Gesamtfläche Australiens) und mit ca. 68.000 Quadratkilometern um ein Fünftel kleiner als Österreich . 470.000 Einwohner leben auf dem überaus fruchtbaren Eiland: Obstplantagen, Weinbau, Hopfen und Oliven, aber auch Regenwälder mit mehr als 100 Meter hohen Eukalyptusbäumen bilden die Vegetation.
In Tasmanien wurde die Postmusik Salzburg von der Derwent Valley Band empfangen, mit deren Mitgliedern schon vor einigen Jahren anlässlich einer Reise nach China Freundschaft geschlossen wurde. Im vergangenen Jahr war die Band aus Tasmanien zu Besuch in Salzburg und so war diese Tournee auch ein Besuch bei Freunden am anderen Ende der Welt.
| Empfang in der City Hall in Tasmanien: | |
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Standing Ovations erntete das Orchester bei einem festlichen und mit Werken von Bach bis Wagner überaus anspruchsvollen Konzert in der bis auf den letzten Platz gefüllten anglikanischen Kathedrale der tasmanischen Hauptstadt. Beeindruckend war das Harfensolo von Christa Lukatsch, hinreißend das von der jungen Flötistin Daniela Mayrlechner dargebotene und eigentlich für Violine komponierte Solo in der Serenade von Toselli.
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Am nächsten Tag war ein Open Air auf dem Salamanca Market, dem zentralen Marktplatz, als Eröffnungskonzert der Kulturtage angesagt. Der Jubel der Zuhörer wollte nicht enden, als die Postmusik die heimliche Hymne Australiens intonierte: das von einem unglücklichen Wandersburschen handelnde Lied „Waltzing Mathilda“.
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Selbstverständlich bemühten sich die Gastgeber, den musikalischen Gästen Land und Leute näher zu bringen. Ein umfassendes Besichtigungsprogramm, ein Empfang bei Bürgermeister Robert Valentine, aber auch gemütliche Abende auf einem Schiff und im Hotel trugen zur Festigung der Freundschaft bei. Die Stimmung erreichte einen Höhepunkt, als die renommierte Jazzband „Cake Walking Babies“, verstärkt durch unsere Saxophonisten Stefan Aigner und Heli Steinkogler sowie den Bassisten Hardi Stöllinger eine Jamsession veranstalteten, die ihresgleichen erst finden muss.
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Ein besonderer Spass war auch eine Fahrt mit einem alten Museumszug in den Nationalpark, wo gemeinsame Konzerte der Postmusik mit mehreren Bands aus Tasmanien zu hören waren.
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Nach sechs schönen Tagen in Tasmanien wurde die Reise nach Melbourne fortgesetzt, wo zwei weitere Konzerte dargeboten wurden. Im Klub der Österreicher erinnerten sich Einwanderer an ihre alte Heimat und im historischen Goldgräberdorf „Sovereign Hill“ bei Ballarat wurden Künstler wie Zuhörer im Victoria-Theater in die Pionierzeit des 19. Jahrhunderts versetzt.
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Von Melbourne aus trat ein großer Teil des Orchesters bereits die Rückreise an, während der Rest ein australisches Pflichtprogramm absolvierte: Alice Springs, Kings Canyon, the Olgas und Ayers Rock, das imposante Wüstengebiet im Zentrum des „roten“ Kontinents.
Für
die MusikerInnen selbst war diese Reise viel mehr als ´nur` eine einmalige und
äußerst erfolgreiche Konzerttournee. Eine Welle von Freundlichkeit und
Sympathie schlug ihnen entgegen, ein tolles Besuchsprogramm stand auf der
Tagesordnung und eine Kombination aus Konzerten und Besichtigungen, aus
Verbindung von Hobby und Reisen in ferne Länder ist wohl ein beeindruckendes
und unvergessliches Erlebnis für jeden einzelnen von ihnen.
So
stimmen die über 85 MusikerInnen der Postmusik Salzburg ihrem Dirigenten Franz
Milacher zu, wenn er sagt: " Die Freundlichkeit, die Hilfsbereitschaft und
der Enthusiasmus der Australier sind einzigartig. Nirgendwo sind wir bisher so
herzlich und mit so großem Interesse und so großer Freude empfangen worden.
Danke an alle, die bei den Vorbereitungsarbeiten für diese erfolgreiche
Konzertreise mitgearbeitet bzw. diese finanziell unterstützt haben."