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Während
der Chinareise von Peking bis nach Hongkong in der zweiten Maihälfte
bestritten die musikalischen Botschafter Österreichs vier Konzerte
vor tausenden Zuschauern in Hallen oder Theatern.
Das erste davon in Peking fand in einem besonderen Ambiente statt:
Ein großes Floss war im Delfinbecken des Aquariums verheftet
und diente dem immerhin 58 Personen umfassenden Klangkörper als
Bühne. Die weiteren Konzerte wurden dann in den Städten
Tianjing, Nanning und Guangzhou (Kanton) gegeben mit einer zwar manchmal
variierten, aber im Wesentlichen standardisierten Programmfolge von
klassischer österreichischer Musik - darunter selbstverständlich
auch der Donauwalzer - über Operettenklänge bis Musical.
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Dirigent
Franz Milacher - im Zivilberuf Beamter im Regionalzentrum Salzburg
- führte sein Orchester bravourös von Erfolg zu Erfolg,
unterstützt von der Sopranistin Michaela Hubner und dem Tenor
Roman Stalla mit einem Medley aus der gerade 100 Jahre alt gewordenen
Operette "Die lustige Witwe".
Rauschender Applaus brandete auf, als Michaela Hubner die Melodien
aus dem Musical "Sound Of Music" interpretierte. Offensichtlich
kennt ganz China die Story der Salzburger Trapp-Familie, die vor den
Nazis nach Amerika flüchten musste.
Mag. Alois Wimmer, als Klarinettist Gast bei der Postmusik, brillierte
mit seinem Solo im Konzert für Klarinette von Mozart.
Posaunist und Landzusteller Alois Gehmair , einer der weltbesten Zitherinterpreten,
hatte ebenfalls das Publikum auf seiner Seite, als er die Filmmusik
aus "Der dritte Mann" - das Harry-Lime-Thema - intonierte.
Er unterstützte auch die Sängerin beim bekannten Song "Edelweiß".
Nach seinem Solo musste er sein in China wohl unbekanntes Instrument
in die Höhe heben, um es bestaunen zu lassen
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Für gelernte
Österreicher gab es zusätzliche Erfolgserlebnisse: Das Bühnenbild
im Theater der Stadt Nanning stellte die Stirnseite des goldenen Saales
im Musikvereinsgebäude dar und in Kanton war das Vestibül
mit Porträts wichtiger Komponisten, darunter viele Österreicher,
geschmückt. Und die Marmelade beim Frühstücksbüffet
war auch aus Österreich.
Aber: keine Rose
ohne Dornen. So erfolgreich die Konzerte und so informativ das Reiseprogramm
auch waren, gab es doch auch Probleme. Die Einreise auf dem Landweg
nach Hongkong ist von Haus aus schon mühsam und schikanös,
aber besonders die Musiker, mit den großen Instrumenten und
jene mit den Transportkisten für die vielen Utensilien gerieten
gehörig ins Schwitzen, weil Hindernisse zu überwinden waren
und in mehrere Shuttlebusse umgestiegen werden musste. Beim Rückflug
gab es wegen Unwetters eine dreistündige Verspätung und
beim Start beträchtliche Turbulenzen. Bei der Ankunft in Frankfurt
stellte sich auch heraus, dass etliche Instrumente beschädigt
worden sind.
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